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Informationen für Patientinnen und Patienten

Hier finden Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen weiterführende Informationen rund um Bewegung und Sport bei Krebs und Cancer Move Continuum Schweiz.

Flyer zum CMCS-Angebot

Der Flyer gibt einen kompakten Überblick über das Angebot, die wichtigsten Informationen und die nächsten Schritte.

Fragen und Antworten

Für wen ist die CMCS-Bewegungstherapie geeignet?

Die CMCS-Bewegungstherapie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit einer Krebsdiagnose, die unter therapiebedingten Beschwerden leiden. Dazu gehören Symptome wie zum Beispiel Fatigue, Muskelschwäche, Gleichgewichtsprobleme, Schmerzen, Taubheitsgefühle, eingeschränkte Beweglichkeit, Lymphödem, Schlafstörungen, Angst oder depressive Symptome.

Auch bei Nebenwirkungen von Krebsmedikamenten, bei fortgeschrittener Erkrankung oder nach einer Operation, etwa nach einer Lymphknotenentfernung oder einer Brustkrebsoperation, ist die Therapie möglich. Die Therapie wird individuell angepasst und fachkundig begleitet.

Wie wirkt die Bewegungstherapie während einer Krebsbehandlung?

Bewegungstherapie kann helfen, häufige Nebenwirkungen einer Krebstherapie zu lindern. Sie kann Erschöpfung (Fatigue) reduzieren, Muskelmasse erhalten, den Schlaf verbessern, die Knochen stärken, Schmerzen lindern und das psychische Wohlbefinden fördern. Studien zeigen zudem positive Effekte auf die kognitive Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität, sowohl während als auch nach der Therapie.

Bei welchen Krebserkrankungen kann ich die Therapie in Anspruch nehmen?

Die CMCS-Bewegungstherapie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit verschiedenen Krebserkrankungen, darunter Brustkrebs, Lungenkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs, hämatologische Erkrankungen und weitere Tumorarten. Entscheidend ist nicht allein die Diagnose, sondern welche therapiebedingten Beschwerden behandelt werden sollen. Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt beurteilt, ob eine Zuweisung sinnvoll ist.

Wann kann ich mit der CMCS-Bewegungstherapie beginnen?

Der Einstieg erfolgt über eine ärztliche Verordnung. Sprechen Sie Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt darauf an. Die Physiotherapieverordnung für CMCS kann hier heruntergeladen werden. Nach Eingang der Verordnung wird ein Ersttermin vereinbart. Dabei wird Ihre Situation sorgfältig abgeklärt und gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Therapieprogramm entwickelt.

Wie wird in der onkologischen Bewegungstherapie trainiert?

Im Zentrum stehen Kraft- und Ausdauertraining. Krafttraining unterstützt den Erhalt von Muskelmasse und Muskelkraft, Ausdauertraining stärkt Herz und Lunge. Je nach Bedarf wird das Training durch Gleichgewichtsübungen (sensomotorisches Training), Mobilitätsübungen für Schulter und Arm (ROM-Training) oder eine Kombination davon ergänzt. Alle Übungen werden individuell dosiert und laufend angepasst.

Weitere Informationen zum CMCS-Therapiekonzept finden Sie hier.

Wie läuft eine typische Therapiesitzung ab?

Die erste Sitzung dient der Abklärung der Situation der Patientin oder des Patienten. Die Therapeutin oder der Therapeut informiert sich über Ihre Krankengeschichte, bespricht mit Ihnen Ihre Beschwerden und führt einen Eingangstest durch. Ab der zweiten Sitzung beginnt das aktive Training: strukturiert, personalisiert und evidenzbasiert. Das Programm wird laufend an Ihre Fortschritte und Ihr Befinden angepasst.

Ist Bewegungstherapie bei Krebs wissenschaftlich belegt?

Ja. Wichtige internationale Leitlinien, darunter ESMO, ASCO und ACSM empfehlen strukturierte Bewegungstherapie als festen Bestandteil der Krebsbehandlung und Nachsorge. Mehrere systematische Reviews zeigen zudem, dass Training während Chemotherapie und Bestrahlung sicher ist und keine erhöhte Rate an Nebenwirkungen verursacht.

Wird die CMCS-Bewegungstherapie von der Krankenkasse vergütet?

In der Regel ja. Die CMCS-Bewegungstherapie wird über die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) abgerechnet. Grundlage ist die ärztliche Physiotherapieverordnung für CMCS, auf deren Basis die Therapeutin oder der Therapeut beim Versicherer einen Antrag auf Kostengutsprache stellt. Das Leistungspaket umfasst 36 Einzelsitzungen und wird üblicherweise genehmigt, sofern für die Patientinnen und Patienten eine gültige Verordnung vorliegt.

Wo finde ich eine CMCS-zertifizierte Praxis in meiner Nähe?

Eine Übersicht der teilnehmenden Praxen finden Sie hier. Sie können die Liste nach Standort filtern. Alle am CMCS-Netzwerk teilnehmenden Physiotherapiepraxen sind für die onkologische Bewegungstherapie zertifiziert. Die Therapeutinnen und Therapeuten im Netzwerk verfügen über eine anerkannte CMCS-Weiterbildung.

Möchten Sie mit der CMCS-Therapie starten?

Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob Bewegungstherapie für Sie sinnvoll ist.